Leben im Jetzt

Kennt ihr diese Geschichte?

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er ihn nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen ihn. Und was? Er hat ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von ihm ein Werkzeug borgen wollte, er gäbe es ihm sofort. Und warum sein Nachbar nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen ausschlagen? Leute wie der Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet der Nachbar sich noch ein, er sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s ihm aber wirklich. Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er “Guten Morgen” sagen kann, schreit ihn unser Mann an: “Sie können Ihren Hammer behalten, Sie Rüpel!” Mit dieser kleinen, aber bezeichnenden Geschichte will ich auf etwas hinweisen, was den meisten Menschen immer wieder passiert: Wir fahren Gedankenfilme!

Das üble an diesen Gedankenfilmen ist, dass sie weder real sind, noch uns bewusst.
Wir konstruieren ein gedankliches Szenario und schrauben uns so sehr dort hinein, dass wir bereits jetzt den Ärger und die Wut empfinden, und dem Szenario (würde es tatsächlich eintreffen) bereits den Status eines Faktes einräumen.
Ist das nicht krank?
Wir nehmen eine Situation vorweg, die gar nicht existiert, sondern ausschließlich von uns auf die Zukunft projiziert wird. Dazu nehmen wir noch die Schmerzen aus der Vergangenheit, die uns sagen, das es doch auch damals schon nicht funktioniert hat.

Dieser Wahnsinn ist die schlimmste Heimsuchung unserer Welt. Warum? Weil sie jeden Tag schlimme Früchte hervorbringt. Kriege, Gewalt und Missgunst haben fast immer ihre Wurzel in einem zuvor gedachten Gedankenspiel. Sehr viele Menschen sehen in ihren Gedanken die Realität. Sie identifizieren sich mit ihren Gedanken und glauben, dass sie ihre Gedanken sind.

Aber was ist denn wirklich passiert, während jemand einen solchen Gedankenfilm, wie in der kleinen Geschichte beschrieben, fährt? Nichts, rein garnichts.
Das Gedankenkino ist eine reine Erfindung unseres Egos. Mit der Realität hat das nichts zu tun.
Wenn einem das erstmal bewusst ist, versetzt man sich ganz einfach in die Lage, seine Gedanken zu beobachten. Man ist dann die beaobachtende Instanz. Alleine der Umstand, unsere Gedanken beobachten zu können, zeigt uns, das wir nicht unsere Gedanken sind.

Wenn wir also unsere Gedanken beobachten, ohne sie zu bewerten, dann bemerken wir sehr schnell, dass wir die Gegenwart verlassen haben und in die Zukunft projizieren oder die Vergangenheit beklagen.

Unsere Gedanken zu beobachten bringt uns ins Jetzt zurück.
Nur im Jetzt leben wir, atmen wir, gestalten wir ein Leben. Es wurde noch nie etwas in der Vergangenheit oder in der Zukunft erschaffen, sondern nur in diesem einen Moment, der damit gleichzeitig zum wichtigsten Moment in unserem Leben wird.
Zugegeben, es gelingt nicht immer, diese Gedankenfilme zu verhindern, weil wir manchmal einfach unserem Leiden freien Lauf lassen wollen. Doch was kann man dann tun? Lass es einfach zu und spüre, wie du leidest, bis es vorbei ist. Nehme es bewusst wahr und versuche nicht, es zu unterdrücken. Sei einfach im Jetzt und gib dich deines Leidens hin, genau wie du dich in einem anderen Moment der Freude ganz hingibst.

Lebe in diesem Moment und mache ihn zum einzigen in deinem Leben. Dadurch erlangst du ein größeres Maass an Bewusstheit und tiefen Frieden. Deine Beziehungen werden reifer und glücklicher und du trägst dazu bei, das die Welt wieder ein Stückchen heilt.

Ich wünsche dir einen besonderen Moment. Jetzt!

Evernote – Mein Life Management Tool

Vor einiger Zeit bin ich auf Evernote gestoßen. Auf den ersten Blick ist es ein elektronisches Notizbuch, in das du Informationen aller Art ablegen kannst. Was ich auf den zweiten und dritten Blick darin gefunden habe, will ich dir hier schildern.

Viele von uns nutzen Microsoft Office und damit haben wir bereits OneNote auf unserem Rechner installiert. Auch OneNote ist eine tolle Möglichkeit, Informationen aller Art strukturiert abzulegen und wieder zu finden.
Beruflich nutze ich es schon seit einiger Zeit für HowTos und alle Arten von Notizen, die ich nicht verlieren möchte.

Beide Tools sind vom Ansatz her gleich und auf die generellen Unterschiede will ich hier nicht im Einzelnen eingehen.

Allerdings gibt es einen wesentlichen Grund für mich, weshalb ich mich für Evernote entschieden habe.
Evernote ist komplett plattformunabhängig. Ich habe es auf meinem Dienst-Notebook installiert sowie auf meinem privaten Windows-Notebook. Ebenso läuft es auf meinem MacBook, meinem IPad und auf dem IPhone. Du kannst es auch genauso gut im Browser über das Internet nutzen.

Genial ist, dass ich alle Notizen, unabhängig vom verwendeten Device, immer auf allen Endgeräten aktuell habe. Dadurch, dass die Notizen online bei Evernote abgespeichert sind, werden alle Endgeräte ständig synchron gehalten.
Grundsätzlich kann das auch OneNote und rein optisch und von der Bedienung gefällt es mir sogar besser. Doch die mobile Version von OneNote ist ist bei Weitem nicht so gut wie die von Evernote. Da ich meine Notizen viel von unterwegs nutze fiel meine Wahl auf Evernote. Falls du aber OneNote besitzen solltest, ist vieles vom hier beschriebenen mehr oder weniger übertragbar.

Was kannst du mit Evernote alles machen?

  • Lege einfach eine Ordnerstruktur bis zu einer Tiefe von zwei Ebenen an
  • Erstelle Notizen in Form von Schrift, Dokument-Uploads, Photos, Scans, Audio und Video
  • Jede Form von schriftlichen Dokumenten, auch Photos, werden online über Evernote automatisch per OCR gescannt. Damit findest du jedes Dokument über die Volltextsuche wieder
  • Du kannst auch Aufgaben anlegen und dich von Evernote automatisch täglich per Mail daran erinnern lassen.
  • Gebe Notien für andere frei und lasse auf Wunsch auch Änderungen zu
  • Bei der Anmeldung erhältst du eine eigene Evernote-Mailadresse. Alle an diese Adresse gemailten Dokumente landen ganz automatisch in deinem Evernote.
  • Du kannst Notizen mit Schlagworten versehen und so noch mehr Struktur in deine Ablage bringen.

Es gibt noch eine Reihe anderer Funktionen, die dir dass Leben einfacher machen, doch die grundlegenden habe ich genannt.

Was mach Evernote zum Life Management Tool für mich?

Bei mir war es immer so, dass ich viele Unterlagen suchen musste. Das betraf Briefe, wichtige Unterlagen, Mails, Dokumente, Belege, Gebrauchsanleitungen usw.

Jetzt landet bei mir rein alles in Evernote. Da ich einen Premium Account für knapp 40,-€ / Jahr abgeschlossen habe, kann ich bis zu 1 GB Datenvolumen monatlich hochladen. Selbst beim ersten Befüllen mit allen möglichen Informationen bin ich noch nie über 500 MB gekommen. In der Gesamtsumme aller gespeicherten Notizen gibt es nach Oben keinerlei Limit. Solange du dich an die 1 GB pro Monat hältst, kannst du im Laufe der Zeit auch terrabyteweise Informationen horten. Ob das nun Sinn macht, entscheidest du selber.
In der kostenlosen Version von Evernote sind einige Funktionen wie Datenvolumen und OCR nicht in gleichem Umfang vorhanden. Für mich ist es in der Premiumvariante aber jeden Cent wert.

Sobald ich einiges an Post und Papierkram gesammelt habe, jage ich alles durch meinen Duplexscanner. Zuvor sammele ich alles in einem Ablagekorb. Zusätzlich habe ich mir einen ganz kleinen Scanner von Canon angeschafft Namens Capture OneTouch. Er ist gerade mal so lang wie ein 30 cm Lineal und etwas breiter als eine Schachtel Zigaretten. Der große Vorteil ist, dass er automatisch erkennt, wenn ein Blatt beidseitig bedruckt ist und dieses dann auf Wunsch mit der gleichen Geschwindigkeit in Duplex scannt. Außerdem kann er über die mitgelieferte Software direkt in Evernote scannen. Genial.

Somit habe ich alle von mir benötigten Informationen immer in meinen Evernote und kann diese dank der OCR Erkennung auch stets durchsuchen.

Wenn ich z.B. eine Rechnung meines Telefon- oder Stromanbieters suche, gebe ich in das Suchfeld einfach einen Begriff wie Vodafone oder Strom ein und schon findet Evernote alles zu dem Thema.

 Mein Ablagesystem

Alle gescannten Dokumente lege ich zunächst in einen separaten Ablagekorb. Sobald ich Lust und Zeit habe, sortiere ich das ganze Papier in meiner Hängeregistratur ein. Informationen wie Broschüren, Visitenkarten und nicht allzu wichtige Dokumenten schmeiße ich in den Müll. Diese sind in meinem Evernote gut aufgehoben und stehen mir bei Bedarf immer wieder zur Verfügung.

Ich habe mich entschieden, meine Ordnerstruktur im Evernote und die Beschriftungen meiner Registratur weitgehend gleich zu halten. Dadurch finde ich auch das physische Original schnell wieder, nachdem ich es Evernote gesucht habe.

Das Ergebnis ist, dass ich den Kopf immer frei habe und jede Art von Information schnell wiederfinde und aus Evernote auch direkt ausdrucken, mailen oder in ein anderes Programm übernehmen kann.

Mein Archiv besteht aber nicht nur aus den üblichen Dokumenten, sondern auch meine aktuellen ToDos, meine Projekte, Kursunterlagen und Mitschriften aus dem Unterricht finden sich in der Struktur wieder.

Auf diese Weise umfasst Evernote alle meine Lebensbereiche und bietet mir alle Informationen an jedem Ort direkt an.

In Evernote gibt es auch die Möglichkeit, eine Information direkt mit dem Ort zu verknüpfen, an dem sie aufgezeichnet wurde.
Wenn ich z.B. unterwegs ein Photo vom Schild meines Hausarztes vor seiner Türe mache, dann wird dank GPS der genaue Ort direkt mit in die Überschrift der Notiz vermerkt.

Das ist auch cool für Urlaubsphotos.
Im Fall des Schildes kann ich den darin enthaltenen Text sogar in der Notiz durchsuchen und brauch z.B. nur den Namen des Hausarztes in die Suche einzugeben.

Wenn ich Dokumente oder Visitenkarte mit der Kamerafunktion meines IPhones scanne, wird das Dokument sogar automatisch zugeschnitten.

Wenn ich unterwegs ein Audiomemo aufnehmen möchte, ist das ebenso unproblematisch als Notiz abzulegen.

Um Ordnung zu schaffen, sich optimal zu organisieren und Zeit zu sparen ist Evernote einfach ideal und kann es jedem ans Herz legen

Authorized personell only!